Tumormodell
Im Gegensatz zu den derzeit verwendeten Zellkultursystemen, die nur eine sehr begrenzte Einsicht in die komplexen Zusammenhänge von Gewebedifferenzierung, Karzinogenese, Angiogenese und der Bindegewebsreaktion von Tumoren ermöglichen, können die wirklichkeitsnäheren bioartfiziellen gewebespezifischen dreidimensionalen Testgewebe die Entwicklung neuer Tumor-Therapeutika und -Therapien beschleunigen.

A Mit Tumorzellen besiedelte biologische capillarisierte Matrix (BioCaM) im Brutschrank. B Die BioCaM wird über ihren arteriellen Schenkel mit Zellkulturmedium perfundiert und das gesamte Gewebe so kultiviert. Nach Passage des Kapillarbettes strömt das Kulturmedium über den venösen Gefäßschenkel ab. C Die Vergrößerung zeigt das im Lumen der BioCaM kultivierte, vom Blutgefäßsystem der Matrix versorgte Tumorgewebe.
In unserem dreidimensionalen Tumormodell werden folgende Sachverhalte untersucht:
- Einfluß von Stromazellen auf das Tumorwachstum
- Wechselwirkung von Tumorzellen und Endothelzellen
- Einwanderungspotential von mesenchymalen Stammzellen in Tumorgewebe
- Vasculogenese und Angiogenese
- Antiangiogenetischer Effekt potentieller Chemotherapeutika
