Klinischer Einsatz

Implantation eines bioartifiziellen Gewebes in einen Luftröhrendefekt.
Links: Situation vor der Operation mit dem großen Luftröhrendefekt (der * kennzeichnet die gesunde distale Luftröhre).
Rechts: Implantiertes bioartifizielles Gewebe 3 Monate nach der Implantation. Der Defekt ist komplett ausgeheilt (Pfeil).
Im Jahre 2003 führten wir in Kooperation mit Klinikern der Lungenklinik Hannover-Heidehaus erstmals die Implantation eines bioartifiziellen Gewebes zur Rekonstruktion eines Luftröhrendefektes bei einem Menschen durch. Wir konnten zeigen, dass das bioartifizielle Gewebe problemlos in die Atemwege einheilt und das von dem umliegenden Gewebe Blutgefäße in das bioartifizielle Implantat einwachsen. Schon nach 1 Woche war das Implantat mit tracheaspezificher Schleimhaut ausgekleidet – ein Zeichen für die gute Verträglichkeit des Implantates. Der Anpassungs- und Umbauprozess unseres bioartifiziellen Gewebes war nach 3 Monaten abgeschlossen. Es waren keine immunologischen Abstoßungsreaktionen nachweisbar. Weitere Implantationen zur Behandlung von Luft- und Speiseröhrendefekten folgten.
